DANZFOLK

Folkmusik - swingig und tanzbar

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Wir sind traurig!

Gestern, am 17.07.2021 haben wir unseren Freund und Schlagzeuger, Sebastian, zu Grabe getragen. Er ist nach einem unermüdlichen und optimisten Kampf für sein Leben und zuletzt auch großem Leid an einer schweren Krankheit viel zu früh und unerwartet für uns alle gestorben.

Möge er in Frieden ruhen!

Unsere aufrichtiges Beileid und unsere Gedanken und Sorgen sind bei Kirsten und seinen Kindern Franzi, Rosalie und Julian.

Sebastian wird uns allen unendlich fehlen.  

Sein Tod bedeutet für uns, dass alles Gewohnte, alles Bewährte aufhört und zudem Trauer und Schmerz hinterlässt.

Auf der anderen Seite zeigt dieser Verlust aber auch, was wir an Sebastian hatten.

Irgendwann in den frühen 00er -Jahren sah ich Sebastian bei einem Gastspiel der Gruppe Storchenbeen auf dem Deekelsenplatz in Kappeln. Da stand er Lederjacke, Sonnenbrille hinter seinem unverwechselbaren Standschlagzeug. Und er spielte sein Schlagzeug so schwungvoll und leicht und vor allem leise, dass er bei uns später den Titel: "Leisester Schlagzeuger in Norddeutschland" bekam.

Ich sprach ihn an und es entspann sich eine freundliche offen und vielversprechende Unterhaltung zwischen uns, die unmittelbar dazu führte, dass er zu einer Danzfolk-Probe kam.

Es spielte, als hätte er monatelang dafür geübt, doch es war alles spontan mit einer beeindruckenden Musikalität. Es dauerte nicht lange bis Sebastian den Sound von Danzfolk vollständig kreativ aufpoliert hatte.

Uns brachte dieses neue Spielen so einen gewaltigen Spaß, dass wir in 3 Tagen eine CD aufgenommen haben, wofür wir vorher 2 Jahre gebraucht haben.

Und es war dann auch ein absoluter Glücksfall, dass wir dann 2014 einen Auftritt im nordrhein-westfälischen Burscheid hatte, wo ohne vorher davon zu wissen sowohl einige Familienmitglieder von Dagmar und mir als auch von Sebastian wohnen.

Obwohl Sebastians Mutter und Geschwister relativ weit auseinander wohnten, konnte sie dort in der Lambertsmühle in Burscheid ihn inmitten seiner Musikerfamilie erleben.

Sebastian hat uns immer wieder mit seinem besonderen Humor beeindruckt und zum Lachen gebracht: Mal imitierte er perfekt in Sprache und Auftreten einen italienischen Mafioso, mal einen französischen Gourmet.

Bei der Vorbereitung von gemeinsamen Mahlzeiten an den Probentagen, gab er seine Schlagzeugsound-Imitationen zum Besten:

Decke den, decke den, decke den Tisch. Decke den Tisch. Decke den Tisch.

Und am Ende einer Probe oder eines Konzert – egal ob vormittags, nachmittags oder abends, fehlte nie seine individuelle Verabschiedung vom uns Mitmusikern: Thank you and good night!

Das sind nur einige Anekdoten, die uns so einfielen.

Diese Erinnerungen werden bleiben. Und ich denke auch, dass Sebastian uns auch einen Teil seines Humors, seiner Kreativität, Musikalität und auch der Liebe zu seinen Mitmenschen dagelassen hat.

Sebastian wird uns immer begleiten. Nur müssen wir den Weg alleine finden, den wir jetzt ohne ihn gehen werden. Er wird aber auf uns alle achten und bei uns sein.

 Ich befürchte aber, dass es eine gewisse Zeit dauern wird, bis wir das wahrnehmen werden.

Nun ist erstmal Stille, denn jetzt gerade, - typisch tageszeitunabhängig- höre ich ihn wieder uns sagen:

Thank you – and good night.

 


Alles das war einmal:

100% Folkmusik, so wie sie uns gefällt....

  • Mit modernem Sound - folkig-fetzige und handgemachte Tänze und Lieder
  • Folkmusik aus vielen Kulturkreisen und aus eigener Feder 
  • In peppig-rhythmischen Arrangements modern gespielt und gesungen.
  • Oder so, wie es vor x Jahren wohl wirklich auf den Dorffesten von Kleindammelsby bis Großgummelsen war
  • Lieder in Plattdeutsch und Hochdeutsch gehören ganz wesentlich zum Repertoire. Viele Lieder sind bekannt. Einprägsame Melodien und Refrains laden zum Mitsingen ein

Leider sind die Auftritte mittlerweile sehr selten, da die Musiker inzwischen sehr weit voneinander entfernt wohnen und daher nur zu besonderen Anlässen auftreten.

Und so ein besonderer Anlass war zuletzt das 10jährigen Jubiläum des Folkclub Ostangeln am 06.05.2017